Samstag, 23. Juli 2016

Danken = Tanken - mein Wochenrückblick


Achtung!Ich warne vor.Heute wird es ein etwas längerer und auch zum Teil philosophischer Text.

Bis gestern war die vergangene Woche noch ganz normal und ich konnte den einen oder anderen Erfolg verbuchen.Doch gestern war ein schwarzer Tag,rabenschwarz.Black Friday.
Der Morgen ließ sich einigermaßen an ,aber ab Mittag ging es stetig bergab.
12.00 Uhr Mittags,High noon.Über mein schöne neues Lebensbeet sind dunkle Gewitterwolken gezogen und jemand ist mit seinen schweren Stiefeln einfach darauf rum getrampelt.Das Unkraut von neulich konnte ich noch mit meinen Walkingschuhen zertreten,doch gestern stand ich erstmal vor meinem Beet und war einfach nur traurig.Meine zarten jungen Pflänzchen hatten ziemlichen Schaden genommen und lagen wie zerbrochene Schilfrohre am Boden.Durch den Nachmittag schlich ich so dahin und leckte meine Wunden.Dann am Abend die Hiobsbotschaft aus München.Wahllos auf wehrlose Menschen geschossen,die einfach nur einkaufen gehen  oder eine Kleinigkeit essen wollten.Stundenlang eine Stadt im Ausnahmezustand.Ich war fassungslos,traurig,wütend.Plötzlich auch die Angst wieder da.Ich habe nicht gut geschlafen und war heute morgen ziemlich gerädert.
Dann habe ich mein ganz Leid Gott auf den Tisch geknallt und so wie Hiob ihn richtig angeklagt und angeschrien.Ich fragte ihn: "Warum lässt du das zu? Wieso hilfst du nicht? Warum verhinderst du so etwas nicht?"
Heute beim Kaffee,meinte mein Mann irgendetwas läuft in unserer Gesellschaft mächtig schief.Wie gehen wir nur miteinander um.Wo ist die Menschlichkeit,die Nächstenliebe,die Achtung,der Respekt voreinander? WO,WO,WO???? 
Es fängt wirklich im Kleinen an und zieht immer größere Kreise.Jeder will immer mehr haben,es steht nur der Profit im Vordergrund und statt Lächeln haben die Menschen Eurozeichen in den Augen.
Nein,ich verstehe es nicht und will auch so nicht leben.Meine Seele schreit und weint.Der erste Impuls,ich ziehe mich wieder in mein Schneckenhaus zurück.Nein,da bin ich doch erst aus gezogen.Ich kann das Leid und Elend der Welt nicht verhindern,aber ich kann einen kleinen Schutzzaun um mich bauen der das größte Unheil fern hält.
Ich zitiere Pippi Langstrumpf: " Ich ziehe in meine Villa Kunterbunt und mache mir die Welt,wie sie mir gefällt. Ab und zu verreise ich ins Takatukaland und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen."
So habe ich mich geschüttelt , trotzig mein Kinn Richtung Himmel gestreckt und dem ganzen Leid und Elend eine lange Nase gedreht.Nein,ich lasse mich von dir nicht unterkriegen.Das ist doch dein Ziel,das ich im Staub krieche.Nein,dort wirst du mich nicht finden.Ich lebe,jetzt erst recht.
So bin ich nochmal ruhig in mich gegangen und habe nach Sonnenstrahlen Ausschau gehalten.
Ja,es gab diese Woche trotz allem Leid auch Sonnenstrahlen.Die sollen unsere Dunkelheit erhellen.
Hier sind sie :

  • wunderschöner Walkingspaziergang am frühen Morgen
  • laue Sommerabende auf dem Balkon
  • endlich Sommer
  • viel Sonne
  • gute Kursstunde bei Therapie Aktiv
  • kein Speiseplan und trotzdem nicht verhungert
  • meine wunderschönen  Balkonblumen
  • Besuch von unserem Großen morgen am Sonntag
Ja,man darf nicht den Blick verlieren für die vielen kleinen Kostbarkeiten ,die einem so über den Weg laufen.

In diesem Sinne wünsche ich euch 

Wochenende


1 Kommentar:

  1. Wir werden die Menschen leider nicht ändern können, aber wir können so leben , dass wir irgendwann am Ende mit ruhigen Gewissen sagen können :Habe alles richtig gemacht.

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